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Grüne wollen blühende Landschaften in den Geilenkirchener Vorgärten

Von: Dettmar Fischer
Letzte Aktualisierung: 29. April 2018, 15:02 Uhr

 

Vor dem Haus Am Wiesenhang 10 in Geilenkirchen wurde im Auftrag der Geilenkirchener Grünen die Steinwüste in eine „blühende Landschaft“ verwandelt. Foto: Dettmar Fischer

 

Gärtner Herbert Backhaus informierte beim Anlegen eines Schau-Vorgartens in der Goethestraße 72 Bürger über die angepflanzten Wildpflanzen.

Mit Wildblumen wurde die Steinwüste begrünt.


 

Geilenkirchen. Ganz besonders in diesen Tagen zeigt sich die Natur in ihrem grünen Kleid. Doch in den Vorgärten dominiert Schottergrau. Die Gartenbesitzer wählen den Schotter anstelle eines frischen Grüns wegen der Pflegeleichtigkeit, die sich aus der Gestaltung des direkten Wohnumfelds mit einer folienunterlegten Steinfläche ergibt.


 

Die Geilenkirchener Grünen aber wollen den Weg zurück zur Natur auch im Vorgarten erproben. Um der Natur und ihren Bewohnern, Zielgruppe sind Insekten und Vögel, wieder zu mehr Grün und damit zu mehr Nahrung zu verhelfen, haben sie einen Selbstversuch gestartet. Beim Brainstorming im Rahmen einer Ortsverbandssitzung hatten die Geilenkirchener Grünen nicht nur den 9. Grünen Umwelttag vorbereitet, der am kommenden Sonntag auf dem Loherhof stattfindet, sondern die Renaturierung der Vorgärten zunächst nicht ganz so ernst, dann aber doch mit dem Willen zur Realisierung diskutiert.

Lobenswerterweise hatten die Grünen nicht nur die Vorgärten der Nachbarn unter die Lupe genommen, sondern auch die eigenen. Auch dort waren sie auf zu viel Schotter und zu wenig Natur gestoßen.

Der grüne Parteichef Jürgen Benden formulierte das gesteckte Ziel so: „Wir wollen Steingärten in blühende Landschaften verwandeln.“ Insekten und Vögel sollen in die blühenden Landschaften zurückkehren. Und da die Grünen weder sich selbst noch die gärtnerischen Qualitäten ihrer Mitbürger überstrapazieren wollen, haben sie einen kosten- und mühesparenden Plan ersonnen, wie blühende Landschaften entstehen können, ohne den ganzen Schotter wieder mühselig abzutransportieren. Diesen Plan haben sie am Wochenende an zwei beispielhaften Vorgärten im Stadtgebiet Geilenkirchen vor den Häusern Am Wiesenhang 10 und Goethestraße 72 verwirklicht.

 

Profiteam soll die Vorgärten zum Blühen bringen

Die Umgestaltung der beiden Steinwüsten in blühende Landschaften haben die Grünen einem Profiteam anvertraut. Im Gartenhof Backhaus in Waldenrath hatten sie einen Partner gefunden. Herbert Backhaus, der Senior im Betrieb, war mit Sohn Peter, zwei Mitarbeitern und einigen Körben voller Wildpflanzen nach Geilenkirchen gekommen.

Jürgen Benden erläuterte, dass er und seine Mitstreiter bewusst nach Wildpflanzen für die Vorgärten Ausschau gehalten hätten. Herbert Backhaus interessierte sich schon vor über 20 Jahren für Wildpflanzen und deren Aufzucht. Vor einigen Jahren hatte er seinen Betrieb auf die Samenaufzucht von Wildpflanzen spezialisiert. Der Erkenntnis „Split ist ein extremer Standort“ war durch die Auswahl der passenden Pflanzen Rechnung getragen worden. Mit einem Cuttermesser wurde die Folie unter dem Schotter kreuzweise aufgeschlitzt, das Erdreich ein wenig aufgegraben und die Pflanze im Kontakt mit der Erde eingesetzt.

Ein wenig Wasser am Anfang, dann gräbt sich die Pflanze selber mit ihren Wurzeln in ihren neuen Lebensraum ein. Eine Pflanze, die für den extremen Standort besonders gut geeignet ist, ist die Wilde Karde. Der Wilden Karde, deren Samen im Winter die Hauptnahrung des Distelfinks sind, stehen die Wiesenflockenblumen, die nesselblättrigen Glockenblumen und manch andere Wildpflanze, die Insekten und Vögeln sicherlich höchst willkommen sein dürften, zur Seite.

 

Nicht viel Arbeit

Nach einer Stunde und einigen Gesprächen mit Passanten ging es weiter in die Goethestraße. Dort leben Daniel Bani-Shoraka von den Geilenkirchener Grünen und seine Partnerin Nada Solle. Der Schotterstreifen entlang der Einfahrt zur Garage sollte auf Wunsch von Bani-Shoraka renaturiert werden. Nada Solle hatte dem Wunsch entsprochen und vertraut darauf, dass ihr Partner sein Versprechen einhält, die Natur auch zu pflegen. All zu viel Arbeit dürfte Bani-Shoraka aber nicht bekommen. Auch auf diesem Testreifen bleibt der Schotter rund um die Wildpflanzen liegen.

Vor dem Haus in der Goethestraße hatten sich zahlreiche interessierte Bürger eingefunden. Beide Vorgärten, Am Wiesenhang 10 und Goethestraße 72, können besichtigt werden. Mehr Informationen zum Thema Wildpflanzen gibt es auch auf dem 9. Grünen Umwelttag am Sonntag, 6. Mai, auf dem Loherhof.

 

Die Vermehrung und Aufzucht unserer Stauden erfordert viel Handarbeit

 

 

Alle Bestände werden ohne Einsatz von Herbizide kultiviert das auflaufende Unkraut entfernen wir durch Pflegegänge von Hand. So produzieren wir vitale Pflanzen mit gesundem Wurzelwachstum, um zügiges Weiterwachsen und dadurch einen schnellen Flächenschluss beim Kunden zu gewährleisten. Durch ausgesuchte Sorten und die besonders wüchsige Ware reduziert sich Ihr späterer Pflegeaufwand auf ein Minimum. Aus diesen Gründen verzichten wir, wenn irgend möglich auf das zu handeln von Ware.

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